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Tag des Friedhofes am 18.09.2022 in Alpen

Der diesjährige Tag des Friedhofs, der am 18. September 2022 erstmalig auf dem Friedhof in Alpen begangen wurde, stand unter dem Thema „In Gedenken – in Gedanken“.

Was erst traurig klingt, soll eigentlich gar nicht so sein - vielmehr soll dieser Tag unter anderem zur Enttabuisierung des Themas Tod beitragen.

Trotz recht launischem Wetter kamen einige Interessierte BesucherInnen zum diesjährigen bundesweiten Thementag auf den Friedhof und informierten sich bei den anwesenden Ausstellern.

„Auf dem Friedhof wird uns bewusst, dass unsere Zeit begrenzt ist“, erklärte ein Besucher zutreffend. Ein Friedhof erinnert zunächst an Kinder, an Alte, an Menschen, die plötzlich verstorben sind und an die, die nach langem Leiden von uns gegangen sind.  „Hinter jedem der Verstorbenen steht eine Geschichte und beim Lesen der Grabsteininschriften kommt es zu mancher Erinnerung“ berichtet eine weitere Besucherin.

Die beteiligten Aussteller freuten sich, dass einige sehr interessente Gespräche zum Thema Bestattungsform bzw. -art sowie zum Thema „Erinnerungsschmuck“ geführt wurden. Am Stand der Rheinische Treuhandstelle für Dauergrabpflege, Köln ließen sich etliche Besucher zu Dauergrabpflegeverträgen beraten. Bei den beteiligten Friedhofsgärtnereien Petzchen aus Kevelaer und Schild aus Alpen lag das Interesse der Besucher bei den Möglichkeiten der Grabgestaltung mit der Auswahl geeigneter Pflanzen, denn in Zeiten des Klimawandels bedarf es bei den immer häufiger auftretenden Trockenphasen auch einer angepassten Bepflanzung, die mit trockenen bis mäßig feuchten Böden gut zurechtkommt. Schön anzusehen war auch der Stand vom Blumenhaus Quernhorst aus Wesel-Ginderich, wo mit der ausgestellten Trauerfloristik Anregungen für ganz besondere Akzente einer Beerdigung gegeben wurden.  

Foto: Gemeinde AlpenSchöne und außergewöhnliche Grabsteine konnten sich die BesucherInnen an dem nahegelegenen Stand der Firma van Huet & Weber aus Xanten ansehen. Zudem wurde die Steinmetzarbeit direkt vor Ort durch eine Mitarbeiterin gezeigt.

Die Nachbarschaftsberatung Alpen hatte sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen, in dem sie zur Bemalung von Steinen einlud. Diese kleinen Kunstwerke werden im Anschluss in Epoxidharz gegossen und in Form einer Taube den Friedhof dauerhaft verzieren.

Ebenfalls eingebracht hatten sich Jugendliche der Sekundarschule Alpen, deren Arbeiten zum Thema „Bestattungsformen in anderen Ländern“ unter der Überdachung der Trauerhalle bestaunt werden konnten.

Foto: Gemeinde AlpenEine weitere interessante Station war der Memoriamgarten, nach Abschluss seiner 3. Erweiterung in 3 Jahren, sehr viele Möglichkeiten zu Erd- und Urnenbestattungen in einem gärtnerisch betreuten Grabfeld bietet. Auch diese Erweiterung wurde durch die Friedhofsgärtnerei Petzchen wieder mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Entsprechend groß war auch das Interesse der Besucher.

 

Auch die beiden Alpener Kirchengemeinden brachten sich durch interessante Vorträge zum Wandel der Bestattungskultur und Gestaltungsideen rund um die Beerdigung in der Trauerhalle ein. Und wer wollte, konnte sich dort bei zwei weiteren Vorträgen seitens des Bestattungsunternehmens Janßen aus Alpen zum Erbrecht und der Kraft der Musik informieren.

Bei einem Rundgang über den Friedhof gaben Petra Weyers und Volker Schulte-Bunert von der Gemeinde Alpen viel Wissenswertes zur Vergangenheit und der Gegenwart wieder und unterstrichen, dass die Friedhofskultur in unserer derzeitigen Gesellschaft einem starken Wandel unterliegt und dass seitens der Friedhofsverwaltung versucht würde, dem zu begegnen und mit zu gestalten durch ein vielseitiges Angebot im Umgang mit Trauer und Tod.

Foto: Gemeinde Alpen v.L. Petra Weyers, Thomas Janßen, Andreas Gerling  (alle Gemeinde Alpen) Zum Thema Trauer und Verlust erzählte die Märchenerzählerin Silvia Knapp in der Turnhalle des ev. Familienzentrums anwesenden Kindern altersgerechte Geschichten, wo anschließend ebenfalls eine kleine Kaffeetafel alle BesucherInnen zum Abschluss des Rundganges einlud.

Die Veranstaltung endete gegen 17.00 Uhr mit einer ökumenischen Andacht sowie der für die Friedhofsrallye gestifteten Preise.

Zur Erinnerung an den ersten Tag des Friedhofes in Alpen wurde ein von der Firma Dellen aus Alpen gespendeter Baum gepflanzt, bei dem der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Herr Thomas Janßen, eine Zeitkapsel mit eingepflanzt hat. In dieser Kapsel waren eine Ausgabe der Rheinischen Post vom 17.09.2022 sowie einige andere Informationen über Alpen enthalten.