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Die Gemeinde Alpen bekämpft die Raupen des Eichenprozessionsspinners

In dieser Woche wird die Gemeinde Alpen wieder gegen die Raupen des Eichenprozessionspinners (EPS) in den bebauten Ortteilen und in Grünanlagen vorgehen. Die Bekämpfung ist notwendig, da einige Menschen allergisch auf die Haare der Raupen reagieren.

Der Schwerpunkt liegt im Außenbereich von Schulen, Kindergärten, in stark frequentierten Straßen sowie in Grün-, Friedhofs- und Sportanlagen. Die Behandlung der Blätter erfolgt bei trockener und möglichst windstiller Witterung am Mittwoch 6. oder am Donnerstag 7. Mai. Eine genauere Terminierung konnte das ausführende Unternehmen aufgrund des derzeit wechselhaften Wetters nicht mitteilen. Unmittelbar nach der Behandlung können die Baumflächen wieder betreten werden. Die Gemeinde Alpen bittet Anlieger Fenster zu schließen und ggfls. Fahrzeuge aus dem Baumbereich weg zu stellen.

Seit 2004 hat das Garten-, Friedhofs- und Forstamt gute Erfolge mit der vorbeugenden Spritzung erzielt. Für Mensch und Tier ungefährlich, wird mit dieser Bekämpfungsmethode die fressende EPS-Raupenpopulation stark reduziert. In naturnahen Gebieten wie Waldflächen, Natur- und Landschaftsschutzgebieten erfolgt keine Bekämpfung der Raupen. Empfindliche Personen sollten deshalb beim Betreten dieser Gebiete auf eine möglichst komplette Hautbedeckung an Hals und Armen achten und Flächen mit befallenen Eichen in den Monaten Juni bis August weitgehend meiden.

Der Eichenprozessionsspinner im Wald

Im Wald wird aus ökologischen Gründen auf die Bekämpfung grundsätzlich verzichtet. Auch ist es technisch nicht möglich, im Wald an allen Bäumen die Nester mechanisch anzugehen und diese abzusaugen. Die Eichenprozessionsspinner-Raupen zählen neben den Zecken, dem Fuchsbandwurm und dem Hantavirus zu den sogenannten "waldtypischen Gefahren". Es wird dringend davon abgeraten, befallene Waldgebiete aufzusuchen.

Hinweise zum Umgang mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners:
  • Der beste Schutz vor den Brennhaaren ist das Meiden betroffener Gebiete.
  • Schauen Sie die Eichen aufmerksam an unter denen Sie Ihren Liege- oder Picknickplatz einrichten wollen, ob sich dort Nester des Eichenprozessionsspinners befinden.
  • Raupen und Nester nicht berühren!
  • Empfindliche Hautbereiche wie Nacken, Hals und Unterarme schützen.
  • Die Bekämpfung der haarigen Raupen sollte Fachleuten überlassen werden. Laien gefährden ihre Gesundheit
  • Achtung Hundehalter: Auch Hunde können allergisch auf die Brennhaare reagieren. Achten Sie beim Spaziergang auf Ihren Vierbeiner.
Bei Kontakt mit Raupenhaaren:
  • Sofort die Kleidung wechseln, heiß duschen und Haare waschen.
  • Die Kleidung waschen (über 40°C, Eiweiß degeneriert).
  • Gegen den Juckreiz helfen Antihistaminika, die auch bei Insektenstichen Verwendung finden.
  • Bei Auftreten allergischer Symptome sollte ein Arzt aufgesucht werden. Hier bitte von sich aus auf den (möglichen) Kontakt mit Raupenhaaren hinweisen.