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1500CBu/2016 - Klimaschutz und Nachhaltigkeit in Bildungseinrichtungen

Tagesordnung und Anlagen

Beschlussvorschlag:


Der Ausschuss beschließt, sich an dem Projekt zunächst für den geförderten Zeitraum von 4 Jahren zu beteiligen und entsprechende Haushaltsmittel in die Haushaltsplanberatungen einzubringen.
Nach Ablauf der 4-jährigen Einführungsphase wird über das Ergebnis des Gemeinschaftsprojektes berichtet und über eine mögliche Fortführung entscheiden.

Sachverhalt:


Die Idee:
Mehrere Kommunen am Niederrhein zeigen Interesse an einem gemeinsamen Programm zur Reduzierung der Energieverbräuche/-kosten in Schulen und Kitas, vorrangig durch Nutzerverhalten. Aktuell werden derartige Projekte vom Bundesministerium für Umwelt gefördert.
Einige Kommunen in der Nachbarschaft, bspw. Moers und Duisburg, führen bereits sehr erfolgreich eigenständig Projekte durch. Durch einen Zusammenschluss mehrerer Kommunen können Aufwand und Kosten reduziert, interkommunaler Austausch von Fachbereichen ermöglicht und das Wir-Gefühl in der Region gestärkt werden. Bei einem interkommunalen Projekt können ebenso die Aufwendungen für die Antragstellung reduziert werden, in dem auf ein gemeinsames Konzept und gleiche Antragsmaterialien zu­rückgegriffen werden kann.

Fördergegenstand, -dauer:
Fördergegenstand ist die Einführung eines Energiesparmodells (auch Prämiensystem genannt), d.h. Schulen und Kitas erhalten einen Teil der erzielten Kosteneinsparungen (mindestens 25%).
Die Kommune hat vier Jahre Zeit (Förderdauer: max. 4 Jahre) das Prämiensystem einzuführen. Danach soll das System auf Dauer fortgeführt werden. Erfahrungen aus anderen Projekten zeigen, dass dies mit einem geringeren Zeit- und Kostenaufwand auf Dauer über die erzielten Energiekosteneinsparungen finanzierbar ist.

Was wird im Einzelnen gefördert:
Gefördert wird u.a. die Einführung eines Energiecontrollings, Durchführung von Veranstaltungen, die Fachbegleitung der Kitas und Schulen vor Ort, Durchführung von Workshops, Hausmeisterschulungen, Pädagogische Unterstützung, Planung und Durchführung von Aktionen, Öffentlichkeitsarbeit.

Anreize und Vorteile für Kommunen und Bildungseinrichtungen:
§ Stärkung der gesellschaftlichen Verantwortung junger Mitbürger
§ Unterstützung der Erzieher und Lehrpersonen
§ Einstieg in den aktiven Klimaschutz in Schulen und Kitas
§ Medienwirksamer Beitrag zum kommunalen Klima-schutz
§ Verbesserung der Organisations- und Kommunikationsstrukturen zwischen Verwaltung und Bildungseinrichtungen
§ Optimierung der Anlagenführung in den Einrichtungen
§ Aufbau eines „gelebten“ Energiecontrollings
§ Fortbildung der Hausmeister zum Energie(spar)manager vor Ort
§ Dauerhafte Senkung der Energiekosten

Bisherige interessierte Kommunen:
Alpen, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn, Rheinberg, Wesel, Voerde, Hünxe, Xanten, Hamminkeln

Kosten:
Bei einer Teilnahme von mindestens 50 Einrichtungen in der Region, ergeben sich folgende jährliche Kosten für den Projektzeitraum:




Jährliche Kosten (Laufzeit 4 Jahre)

Nettokosten
Bruttokosten
Je Kita
1.350 €
1.607 €
Je Grundschule/Förderschule
1.750 €
2.083 €
Je weiterführende Schule
2.200 €
2.618 €




Jährliche Kosten, inkl. Förderquote von 65 %

Nettokosten
Bruttokosten
Je Kita
473 €
562 €
Je Grundschule/Förderschule
613 €
729 €
Je weiterführende Schule
770 €
916 €

Für Alpen ergäben sich bei drei Grundschulen und einer weiterführenden Schule Kosten von 8867,- Euro.
Bei einer Förderquote von 65 Prozent läge der Eigenanteil bei jährlich 3103,- Euro. Erwartete jährliche Energiekosteneinsparungen je Einrichtung liegen bei durchschnittlich rund 2.000 €.

Zusätzlich kann eine Förderung für ein Starterpaket je Einrichtung beantragt werden, beispielsweise für die Anschaffung von Messgeräten, Bildungsmaterial, und schaltbare Steckerleisten, Abdichtmaterial etc. Diese Aufwendungen werden zu 50% gefördert.

Beratungsweg

Hier können Sie den Beratungsweg und die Beschlussfassungen zur Vorlage verfolgen

Rat, 05.07.2016

Beschluss:

Der Rat beschließt, sich an dem Projekt zunächst für den geförderten Zeitraum von 4 Jahren zu beteiligen und entsprechende Haushaltsmittel in die Haushaltsplanberatungen einzubringen.
Nach Ablauf der 4-jährigen Einführungsphase wird über das Ergebnis des Gemeinschaftsprojektes berichtet und über eine mögliche Fortführung entschieden.
Abstimmergebnis:
einstimmig